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Knochenmarkspenderdatei erweitert

Nach dem großen Erfolg der Typisierungsaktion am 14. Januar in der Rauenberger Kulturhalle mit fast 2.000 Registrationen (die RNZ berichtete) fand nun eine zweite Typisierungsaktion zugunsten der kleinen Stella aus Rauenberg und der Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) im Berufsschulzentrum statt. Hierzu waren im Besonderen Schüler und Lehrer der Johann-Philipp-Bronner-Schule, Hubert-Sternberg-Schule und Louise-Otto-Peters-Schule aufgerufen, sich registrieren zu lassen.

Alle Interessierten wurden zunächst in mehreren Informationsvorträgen der DKMS in der Aula über den Vorgang der Typisierung informiert. Dort war zu erfahren, dass nach einem erfolgreichen Treffer in der Knochenmarkspenderdatei der Typisierte erneut zu einer Bestätigungstypisierung in ein ortsnahes Krankenhaus gebeten werde, wo ein großes Gesundheits- und Blutbild gemacht werde. Erst wenn auch nach diesen zusätzlichen Tests der Typisierte immer noch als Spender in Frage komme, werde eine medizinische Voruntersuchung gemacht. Danach fände nach der persönlichen Einwilligung eine Knochenmarksentnahme statt.

Diese wird in 80 Prozent der Fälle peripher entnommen, hierbei wird das benötigte Knochenmark durch entnommene Blutspenden erstellt, nur in 20 Prozent der Fälle käme es zur operativen Knochenmarksentnahme am Beckenkammknochen.

Für den persönlichen Austausch hatte die DKMS eine Spenderin nach Wiesloch gebracht, um die Fragen der Schüler direkt besprechen zu können. Die 26-jährige Frau konnte erfolgreich Knochenmark für eine gleichaltrige Niederländerin spenden.

Unter den wachsamen Blicken von Beate Mayer, der DKMS-Aktionsleiterin, fanden 463 erfolgreiche Typisierungen in der alten Cafeteria des Berufsschulzentrums statt. Dabei wurde die Registrierung von den Religions- und Ethik-Kursen des Wirtschaftsgymnasiums durchgeführt. Die beiden Fachlehrer Christian Siefert und Benjamin Starke zeigten sich dabei gemeinsam mit rund 200 Schülern für die reibungslosen Abläufe und die korrekte Dokumentation verantwortlich.

Im SWR-Radio-Interview hoffte der 18-jährige Niklas Gierse auf einen Treffer für seine DNS. Er würde sich sehr reuen, wenn er jemandem zur Genesung verhelfen könne. Für seinen Kurskameraden, aus der 12. Klasse, Yannic David, war die Typisierung eine Selbstverständlichkeit: „Jeder würde sich darüber freuen, wenn man diese fünf Minuten opfert um ein Leben zu retten!“

Die Auszubildenden des Einzelhandels im 3. Lehrjahr an der Johann-Philipp-Bronner-Schule hatten gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Cornelia Geider-Starke für alle Spender und Helfer einen Imbiss organisiert.

Sowohl der Schulleiter der Hubert-Sternberg-Schule, Jürgen Becker, als auch die Aktionsleiterin, Beate Mayer, zeigten sich am Ende der fünfstündigen Typisierung von Erfolg der Aktion begeistert. „So reibungslos klappt das nicht immer“, war Frau Mayer erfreut und Schulleiter Becker war von der großen Spendenbereitschaft der Schüler angetan.

Ein passender Stammzellenspender für die Rauenberger vier-jährige Stella wurde inzwischen gefunden, die Gesundheitstests liefen zum Redaktionsschluss noch. Dennoch kommt es auf jede Typisierung an, denn alle 15 Minuten wird eine medizinische Anfrage an die DKMS gestellt.

Bilder & Text: Benjamin Starke

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