Dank Erasmus-Plus Bronner in Helsinki
Anstatt die letzten Ferientage im Schwimmbad zu verbringen, trafen sich am zweitletzten Donnerstag der Sommerferien sieben Schülern der neuen Jahrgangsstufe 1 und zwei Kolleginnen der Bronner-Schule, um für eine gute Woche gemeinsam nach Helsinki zu fliegen. Ziel der von Erasmus-Plus geförderten Reise war die Europäische Schule Helsinki (ESH), die seit 2021 nicht nur Partnerin für einen individuellen Schülern ist, sondern auch regelmäßig Kollegen begrüßt, die das europäische und finnische Schulsystem durch Job Shadowing kennenlernen möchten. Während die Erasmus-Plus-Koordinatorin und Organisatorin des Austausches, Dr. Bettina Sieber, bereits vertraut mit Stadt und Schule war, konnten die beteiligten Schüler sowie die BNE-Projektleiterin Britta Niehoff (Job Shadowing) quasi stündlich neue Eindrücke sammeln und nach dem Unterricht sowie am Wochenende Finnlands Hauptstadt Helsinki und ihre Umgebung kennen und lieben lernen.
Schon gleich zu Beginn bot der Sporttag der ESH einen wunderbaren Einstieg für alle Beteiligten. Bei herrlichem Spätsommerwetter konnten bei unterschiedlichsten Sportarten sowohl erste Bekanntschaften geschlossen als auch eigenes Können und Wissen bei der Erklärung von Kugelstoß- oder Hochsprungtechniken eingebracht werden – dies natürlich alles auf Englisch, da die Schüler der ESH aus allen 27 EU-Ländern kommen und Englisch die Hauptkommunikationssprache der Schule ist. Und trotz unterschiedlicher Schulsysteme und Sprachen zeigte sich abseits des Sportplatzes auch gleich eine Gemeinsamkeit: Schulveranstaltungen sind europaweit ein praktischer Anlass für Kuchenverkauf, um die Klassenkasse aufzubessern. Und was gibt es Schöneres, als über Kulinarisches in die Welt des Gastlandes einzutauchen?
Am Wochenende standen Helsinki und seine Sehenswürdigkeiten auf dem Plan, wobei der Besuch des UNESCO Weltkulturerbes Suomenlinna ein besonderes Highlight für die Austauschgruppe darstellte. Spannend wurde es dann am Montag, denn die ersten Unterrichtsstunden warteten auf die Gruppe und dies in deutlich kleineren Klassengrößen, als aus Deutschland gewöhnt. Gemeinsam mit den neuen Bekanntschaften der ESH diskutierten die Schüler in Political Science, Economics und Health Education lebhaft mit und gestalteten eigenverantwortlich für verschiedene Deutschkurse eigene Unterrichtsstunden. Der Schulunterricht wurde ergänzt durch diverse Betriebsbesichtigungen und -führungen, bei denen die Teilnehmer nicht nur die traditionsreiche Firma Fazer kennenlernen konnten, sondern auch aus erster Hand wichtige Tipps für das Führen eines eigenen Unternehmens erhielten. Als es am Donnerstag hieß, Abschied von Land, Mitschüler und Kollegen zu nehmen, waren sich alle Beteiligten einig, dass die Zeit nicht nur viel zu schnell vorbeigegangen ist, sondern durch Erasmus-Plus eine großartige Möglichkeit geschaffen wurde, den europäischen Gedanken hautnah zu erleben.
Text & Bild: Britta Niehoff
