Erfasse und nutze den Geist der Zeit!

Im Sinne des Leitspruchs ihres Namens­gebers „Erfasse und nütze den Geist der Zeit“ ist die Johann­Philipp­-Bronner-Schule auf eine gegenwarts­ und zukunftsorientierte Kompetenzvermittlung ausgerichtet. Sowohl die allgemeinen fachlichen als insbesondere die ökono­mischen Zusammenhänge sowie deren Anwendung stehen im Mittelpunkt des Unterrichts der verschiedenen kaufmännischen Bildungs­angebote unserer Schule. Der Unterricht hat zum Ziel, die Selbstständigkeit, Kreativität und Teamfähigkeit der Schülerinnen sowie der Schüler zu fördern.

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Die Johann-Philipp-Bronner-Schule ist eine kaufmännische berufliche Schule mit ca. 750 Lernenden und 50 Lehrkräften. Wir sind Teil des Berufsschulzentrums Wiesloch und vereinen vier verschiedene Schularten unter einem Dach.

Zusätzliche Informationen können Sie unserem Wikipedia- oder Facebook-Auftritt entnehmen.

 

Aktuelles

Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten des WG

15.07.2018

„Alle haben bestanden!“ So begrüßte Claus Lorenz, Fachabteilungsleiter des Wirtschaftsgymnasiums der Bronner Schule, die im Harres St. Leon-Rot anwesenden AbiturientInnen, Eltern, Verwandte, Freunde  und LehrerInnen. Vor drei Jahren haben Sie sich das Abitur zum Ziel gesetzt, heute Abend haben Sie ihr  Ziel erreicht. Herzlichen Glückwunsch. Mit dem Abitur haben Sie sich eine solide Wissensbasis erarbeitet. Erstmalig haben SchülerInnen der Bronner-Schule in dem neuen bilingualen Profil „Internationale Wirtschaft“ (International Economy) Abitur machen können und die Abiturprüfung in diesem Fach auf Englisch abgelegt. In dem Prozess hin zum Abitur hat die Schule sehr gute Lernbedingungen geschaffen, so Claus Lorenz weiter. Lassen Sie sich in Ihren Berufswünschen nicht nur von Verdienstmöglichkeiten leiten, sondern berücksichtigen Sie Ihre persönlichen Interessen.

Von Schmerz und Stolz war in der diesjährigen Ansprache von Elke Beyerer die Rede. Schmerz vergeht und Stolz bleibt - auch in der Schule. Wenn eine Aufgabe schwierig ist, es Mühe, Energie und Anstrengung kostet, ein Ziel  zu erreichen, man an seine Grenzen kommt, kann das wehtun. Hat man das Ziel geschafft, kann man mit Recht stolz darauf sein. Und dieses Gefühl des Stolzes   bleibt, während der Schmerz zunehmend in Vergessenheit gerät. Elke Beyerer hat das selbst erfahren, auf einer Radtour durch Mallorca. Mit drei Triathletinnen und zwei Freundinnen, die nicht sonderlich trainiert waren.  Die ersten Radtouren waren anstrengend und schön zugleich. Doch am vorletzten Tag kam eine besondere Herausforderung: von Alcudia ganz in den Norden ans Cap Formentor ging die Route. 70 km hin und 70 km wieder zurück waren nicht das Problem; eher die 1.000 Höhenmeter, die zu bewältigen waren und die unzähligen Serpentinen und die schmale Straße bis zum Leuchtturm hinauf. Für gut trainierte Radler ganz o.k., „für mich die bisher größte sportliche Herausforderung“, so Elke Beyerer weiter, „die mich an meine Leistungsgrenze brachte. Aber ich gab nicht auf. Ich musste irgendwie durchhalten. Darauf bin ich heute noch stolz.“ Als ihr in die Eingangsklassen kamt, brachte jeder unterschiedliche Voraussetzungen mit: Fähigkeiten, Interessen, Vorwissen und Ehrgeiz. Die K - Tage (Kompetenztage) in Bad Dürkheim brachten die ersten Angleichungen. Auch der Berg zum Abitur war für jeden von euch unterschiedlich hoch. Da gab es SchülerInnen mit viel Potenzial. Sie investierten viel Zeit und Arbeit in die Schularbeit, verzichteten auf Freizeit und vernachlässigten vielleicht auch mal ihre Freunde. Die daraus resultierenden Erfolgserlebnisse  in Klassenarbeiten und Prüfungen erhöhten zweifellos den Spaßfaktor in Sachen Schule. Es gab auch SchülerInnen, die die eine oder andere „Fahrradpanne“ hinter sich brachten, sich in der Oberstufenberatung  Mut holten und weiterstrampelten. Durchhaltevermögen ist eine der entscheidendsten Voraussetzungen auf dem Weg zum Erfolg. Anfang April 2018 informierten die Medien, dass in Deutschland jeder Vierte seine Ausbildung abbricht, beim Studium an der Hochschule fast jeder Dritte. Und dann gab es noch SchülerInnen mit Potenzial, die mit einem möglichst geringen Einsatz das Abitur bestehen wollen. Sie erreichten das Ziel ohne viel Anstrengung und Mühe, allerdings nicht mit dem Notenschnitt, der ihnen möglich gewesen wäre. Aber können sie auch stolz sein?! Elke Beyerer schloss ihre Ansprache mit einem Appell an die AbsolventInnen: All denjenigen unter euch, die viel investiert haben und nicht den Weg des geringsten Widerstandes gegangen sind, und auch all denjenigen, denen dieser Weg zum Abitur nicht leicht gefallen ist, bei denen es vielleicht auch Tränen gab, denen es auch mal richtig weh getan hat, rufe ich zu: Seid stolz auf das, was ihr erreicht habt! Und denjenigen unter euch, die chillig ihren Weg gegangen sind, möchte ich noch eines mitgeben: es mag schön sein mit dem Rad durchs Tal zu gleiten und auf die Berggipfel hochzuschauen, aber es ist nicht zu vergleichen mit dem grandiosen Blick und dem erhebenden Gefühl, das man erlebt, wenn man nach vielen Anstrengungen oben angekommen ist.

Die Band „Sweet Velvet“, die schon mit „No Diggity“ und „No Roots“ den Abend groovig eröffnet hatte, spielte passend zum Thema einen Song von Annenmykantereit: „Oft gefragt“. Und dann gab es die Auszeichnungen vom Schulleiter Reinhard Müller, die er mit einem „Strauß bunter Wünsche“ begann: gute Freunde, ein schönes Leben und immer die richtigen Antworten. Drei Jahre seien die Schüler auf das Abitur vorbereitet worden, „ich auf meine Pensionierung nicht“, so Reinhard Müller, der am Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand gehen wird. Bildung sei die Fähigkeit, vorhandenes Wissen einordnen zu können, und damit umzugehen. Dabei könnten Bescheidenheit und ein gutes Maß Selbstbewusstsein gute Dienste leisten. Ein Lob für einen Abiturschnitt zwischen 2,2 und 2,0 erhielten Enis Akdemir, Joana Daum, Ahmet Efe, Clemens Glomb, Celine Heinze, David Ostermann und Laura Triller. Einen Preis für einen Abiturschnitt zwischen 2,0 und 1,0 erhielten Thomas Antoni, Alina Cerwenetz,  Mansur Daschaew, Luisa Filsinger, Julian Laier, Mira Poppele und Melina Wagner. An Julian Laier ging des Weiteren Südwestmetall Schulpreis Ökonomie, die Alfred-Maul-Gedächtnismedaille wurde den beiden Schülern Toygun Ermis und Robin Orschel verliehen. Diese Medaille erinnert an das badische Pendant des allseits bekannten Turnvater Jahn. Mit dem Heinrich-Heine-Preis, den der bereits verstorbene Pädagoge Wolfram Koschmieder für besondere Leistungen im Fach Deutsch gestiftet hatte, wurde Clemens Glomb ausgezeichnet. Den Thomas-Naogeorgus-Preis, gestiftet von der Evangelischen Kirchengemeinde Wiesloch, wurde, ebenso wie den Scheffelpreis, hatte sich Alina Cerwenetz verdient.

Die unverzüglich das Rednerpult eroberte und mit viel Humor, Selbstironie und treffender Wortwahl die diesjährige Scheffelpreis-Rede unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ zum Besten gab. Die Zukunft funktioniert schleichend, sie drängt sich in die Gegenwart. Die Zukunft ist wie eine lange Straße, die man vor sich hat. Man denkt, die ist so schrecklich lang, die kann man niemals schaffen. Also bereitet man sich auf den Weg vor, so dass man die Zukunft nicht fürchten muss. Wir alle haben viel geleistet, um zum Abitur zu kommen, jeder auf seine Weise. Und wenn das auch nicht das Ende der Straße ist, so ist doch ein weiter Weg geschafft.  Nicht wenige sind sich ihrer beruflichen Zukunft noch ungewiss und vergleichen sich dabei unbewusst mit denjenigen, die bereits einen Plan haben. Das darf diejenigen  nicht davon abhalten, ihren eigenen Weg zu gehen. Manchmal muss man auch mal abbiegen, um ans Ziel zu kommen. Nur nicht stehen bleiben, sich nicht durch vergangene Ereignisse in seiner Zukunft beschränken lassen. Alina Cerwenetz zitierte dazu George Orwell: „Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft!“ Die Zukunft ist eine Verschmelzung von Gegensätzen, ihre Bedeutung ist subjektiv und doch für uns alle gleichermaßen ausschlaggebend. Ich finde ja, dass es in der Welt der Zukunft, der Welt der Digitalisierung, so ist, dass man von einem auf den anderen Tag alle Begriffe, die vor ein paar Tagen nicht mal existiert haben, mit ihrer genauen Definition kennen muss. Und weil unmöglich  ist, tut jeder einfach so als hätte er ‘ne Ahnung. Auch wir haben uns angepasst.  Bei den Kennenlern-Tagen, der Klassenfahrt nach Prag und im Schulalltag haben wir uns immer wieder durch neue Perspektiven und Eindrücken weiterentwickelt. Wir, eine breite Masse an völlig unterschiedlichen Individuen, haben uns heute hier versammelt, um uns zu feiern. 

Und dann kam der große Augenblick: die lange erwarteten Abiturzeugnisse wurden ausgegeben, von den Klassenlehrern Werner Bender, Elke Beyerer, Benjamin Speckert und Florian Stumpf. Ein Presse-Foto mit den Lob- und Preisträgern, Schulleiter Reinhard Müller und den Klassenlehrern wurde gemacht.  Die Band „Sweet Velvet“ schuf mit zwei Songs von BossHoss und Birdy den Übergang zum BALL der Abiturienten.

Bis es dann soweit war, konnten sich Eltern,  Lehrer und die nun ehemaligen Bronner Schüler von der Leistungs-fähigkeit der Harres Küche überzeugen und gemütlich zu Abend essen. Mit einem Danke sehr! an alle LehrerInnen,  die im ABI Jahrgang 2018 unterrichtet hatten, eröffneten die nun ehemaligen AbiturientInnen ihren BALL: Und keine(r) wurde vergessen. Auch die SeminarkurslehrerInnen wurden miteinbezogen. Nette und teilweise spitze Kommentare begleiteten die Übergabe der treffend ausgesuchten Geschenke.

Es folgte ein flottes Ständchen aller TeilnehmerInnen an den Spanisch Kursen -auf Spanisch und ein einfühlsames Duett mit Gitarrenbegleitung. In die Geheimnisse des Korrigierens entführten die Mathelehrer des Jahrgangs ihre Zuhörer auf ironische Weise: Wer glaubt denn heutzutage noch, dass Noten gewürfelt werden oder dass Lehrer bei unterirdischen  Schülerleistungen Schmerzens-geld verlangen können. Mit diesen Klischees wurde ein für alle Mal aufgeräumt.

Ganz im Zeichen des ABI Mottos 2018: „BABICUE –wir sind heiß und brauchen Kohle“ stand der ABI-Film, ein Krimi der besonderen Art. Jemand hatte die Kohle fürs Grillfest gestohlen. Eine Task-Force aus Schülern wurde zusammengestellt, Zeugen wurden befragt, Tat-Verdächtige auf einer PIN-Wand festgehalten und wieder entfernt,  ganz im Stil des FBI. Als nur noch ein Verdächtiger übrigblieb, war alles klar: der Schulleiter war’s. Reinhard Müller wurde dingfest gemacht. Und was ihm mildernde Umstände verschaffte: er hatte keine Knarre dabei und die Tat geschah kurz vor seiner Pensionierung. Am Ende des auch technisch auf hohem Niveau gedrehten Films dankten die AbiturientInnen Schulleiter Reinhard Müller: „Sie haben immer das Wohlergehen Ihrer  SchülerInnen im Auge“, und: „Sie waren immer für uns da!“

Im Spiel Lehrer gegen Lehrer mussten diese anhand von gezeigten Kinderbildern die Namen der Schüler erkennen. Den überaus musikalischen Charakter dieses ABI BALLS unterstrich ein Karaoke-Wettbewerb unter Lehrern. „Sweet Velvet“ spielte auf zum Tanz. Ein Showtanz mit Schülern und Lehrern, in den sich der Jahrgang 2018 einreihte, beendete diesen unvergleichlichen Abend.

Text & Bilder: Hans-Jürgen Francois

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